Der bekannteste österreichische Gourmetführer Gault Millau (
www.gault-millau.at) hat 2012 insgesamt
65 Tiroler Betriebe mit einer oder mehreren Hauben ausgezeichnet. Damit hat Tirol nicht nur eine
besonders hohe Dichte an Haubenrestaurants, vielmehr findet man im Herz der Alpen auch einige der
höchst dekorierten Köche Österreichs. Das meinen die Tester von Gault Millau, die den
österreichischen Koch des Jahres 2012 in Tirol gefunden haben:
Bobby Bräuer vom Petit Tirolia in Kitzbühel (
www.restaurant-petit-tirolia.com). Seit 2008 kocht der Witzigmann-Schüler im Gourmetrestaurant des Hotelressorts. Der Drei-Hauben-Koch erreichte im Gault-Millau-Ranking imposante 18 von 20 möglichen Punkten. „Als ich von dieser Auszeichnung erfuhr, habe ich zuerst einmal eine Gänsehaut bekommen“, erzählt Bräuer. „Meine Küche ist sehr konzentriert auf die hochwertigen Rohstoffe und ohne Schnickschnack. Diese Auszeichnung ist der Beweis dafür, dass dies der richtige Weg ist.“
Beeindruckende VielfaltDie Herausgeber des österreichischen Gault Millau sehen im Tiroler Weg eine faszinierende Fokussierung auf
kulinarische Traditionen, die aber
überraschend vielfältig interpretiert werden. „Gott sei Dank präsentiert sich die gehobene Küche in Tirol außerordentlich unterschiedlich. Wenn ein ganzes Bundesland den gleichen Trend verfolgen würde, wäre das fatal. In Tirol baut man auf der kulinarischen Tradition auf und entwickelt sie weiter. Die Gastronomie in Tirol hat – auf Österreich bezogen – sicher eine
Vorreiterrolle“, meint Gault-Millau-Herausgeber Karl Hohenlohe.
Gelebtes QualitätsbewusstseinEin sehr gutes Zeichen für die Entwicklung der Tiroler Haubenküche ist auch deren Beständigkeit. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Haubenlokale konstant auf hohem Niveau. Viele Tiroler Köche zählen seit Jahrzehnten zu den Aushängeschildern der österreichischen Küche. So zum Beispiel
Martin Sieberer. Seit 1996 kocht Sieberer in seiner
Paznaunerstuben in Ischgl (
www.trofana-royal.at) auf Haubenniveau und zählt zu den innovativsten Kochkünstlern Europas. Sein Credo in der Küche ist: „Die
Regionalität liegt nicht nur im Trend, sondern ist auch zugleich die
große Chance für die Zukunft.“ Und so ist es Sieberer gelungen, besondere regionale Produkte fest in der gehobenen Küche zu verankern – wie zum Beispiel das Paznauer Schaf’l, das Galtürer Milchkalb oder die Stanzer Zwetschkenmarmelade.
Junge TalenteAber nicht nur die arrivierten Namen wie Bobby Bräuer, Martin Sieberer oder der Zillertaler 3-Hauben-Koch
Alexander Fankhauser (
www.lamark.at) verleihen der Tiroler Küche ihre internationale Note. Eine Riege junger Köche macht sich daran, Tirols gehobene Gastronomie in die Zukunft zu führen. Diesen jungen Wilden streut auch Gault-Millau-Chefredakteurin Martina Hohenlohe Rosen. „Die Haubendichte in Tirol ist beeindruckend und selbst die Spitze entwickelt sich immer weiter. Das liegt oft an
jungen Talenten, die im Ausland bei Größen der Kochkunst gelernt haben und auch am Publikum in Skigebieten, das nicht nur hohe Ansprüche, sondern auch die Bereitschaft mitbringt, für Qualität einen gewissen Preis zu zahlen. Wir sehen die Zukunft Tirols in kulinarischer Hinsicht äußerst optimistisch“, so Hohenlohe.
Eines dieser jungen Talente ist
Benny Parth, der 2012 einen Höhenflug der besonderen Art erlebt: Der bekannte Gourmetguide „À la Carte“ sieht in dem 23-jährigen Ischgler den
Aufsteiger des Jahres und zeichnet ihn mit einem sensationellen Punktesprung von 76 auf 91 Punkte in nur einem Jahr aus. Sein modernes und innovatives Gourmetkonzept im Haubenrestaurant „Yscla-Stüva“ in Ischgl (
www.yscla.at) überzeugte die Tester.
Die Entdeckungsreise beginnt jetztDer große Vorteil der Tiroler Haubenküche für den Gast ist, dass sich die
gehobene Gastronomie quer durchs Land zieht. Haubenküche findet man nicht nur – wie eigentlich üblich – in den großen Ballungsräumen des Landes, sondern auch in den kleinen Orten und Seitentälern des Herzens der Alpen. Die Internationalität des Tourismuslandes Tirol bringt es mit sich, dass man in Tirol nicht kilometerweit mit dem Auto in die Gourmettempel des Landes pilgern muss. Im Gegenteil: Meist beginnt die
kulinarische Entdeckungsreise in Tirol unmittelbar im eigenen Urlaubsort.
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